Christoph Waltle wurde im Domleschg im Kanton Graubünden geboren. Von 2005 bis 2010 studierte er Gesang bei Prof. Reginaldo Pinheiro an der Hochschule für Musik Freiburg (Fach Oper und Lied/Oratorium). Während der Gesangsausbildung war Christoph Waltle Mitglied der freien Opernbühne OpernHausen, wo er seine ersten großen Partien übernahm, darunter Georges in La Dame blanche von Francois Boieldieu, eine der Paradepartien der französischen Opera comique, sowie Lukáš in Smetanas Hubička (Der Kuss). In der Musikhochschule Freiburg fand die Inszenierung von Mozarts Zauberflöte besondere Beachtung, in der er den Tamino sang.

Nach dem Studium kam Christoph Waltle ans Theater Freiburg, zunächst im Rahmen eines Stipendiums der TheaterFreunde Freiburg, bevor er als festes Ensemblemitglied übernommen wurde. Hier erarbeitete er sich ein breites Rollenspektrum, welches er mit großer Spielfreude und differenzierter szenischer Gestaltung füllt. Wichtige Impulse erhielt er von Regisseuren wie Peter Konwitschny, Frank Hilbrich, Tom Ryser, Calixto Bieito, Ludger Engels, Vera Nemirova und Gerd Heinz. In seiner letzten Spielzeit im Theater Freiburg 2016/17 war er u. a. Ferrando in Così fan tutte, in Janáceks Věc Makropulos und in Ludger Vollmers neuer Oper Crusades zu erleben. Besonderes Interesse legt Christoph Waltle auf Werke des zeitgenössischen Musiktheaters und wirkte u. a. in Uraufführungen von Michel Roth, Hans Thomalla und Ludger Vollmer mit.

Seit der Spielzeit 2017/18 wirkt Christoph Waltle als freischaffender Sänger und sang unter anderen die Rolle des Tonio in DonizettisRegimentstochter, René in Lehárs Graf von Luxemburg und Fra Diavolo in Aubers gleichnamiger Oper.

 

Christoph Waltle widmet sich zusammen mit dem Pianisten Alessandro Limentani mit Begeisterung dem Liedgesang. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt bei den Zyklen von Franz Schubert und Robert Schumann. Spezielles Interesse gilt gleichfalls den Werken von Franz Liszt, Carl Loewe und Hugo Wolf, aber auch italienischen Komponisten wie Mascagni, Respighi und Puccini.

 

Neben seiner Opernlaufbahn tritt Christoph Waltle oft als Oratoriensänger in Erscheinung, u.a. im Stabat Mater von Dvorak und Mendelssohns Paulus der Christuskirche Mannheim, Mendelssohns Elias in der Heilggeistkirche Heidelberg, Max Bruchs Moses mit der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz. Weitere Engagements führten ihn u.a. nach St.Gallen, Bern und Zürich mit Bachs Johannespassion Haydns Jahreszeitenund Rossinis Stabat Mater

Weitere Auftritte im In- und Ausland zeigen seine Vielseitigkeit im Konzert wie auch in der Oper.

 

Christoph Waltle ist Preisträger des Kulturförderpreises 2010 vom Kanton Graubünden und dem internationalen Gesangswettbewerb der Opernakademie in Baden-Baden.